Das Leben eines Sheriffs

Startseite Foren Zentralplatz Aus den Provinzen Das Leben eines Sheriffs

Dieses Thema enthält 3 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  TheBanshe vor 3 Jahre, 2 Monate.

Ansicht von 4 Beiträgen - 1 bis 4 (von insgesamt 4)
  • Autor
    Beiträge
  • #1392

    TheBanshe
    Moderator

    Stellt euch vor, ihr sitzt in einem Saloon. Besauft euch, feiert und tanzt als gäbe es nichts anderes in Skeyavil. Doch da draußen lauern die Gefahren, von denen ihr vielleicht gar nichts ahnt. Doch manchmal bringen Gefahren auch neue Möglichkeiten mit sich… Nun kommt also der Sheriff der Stadt in den Saloon. Setzt sich zu euch in die Runde, bestellt Bier und Whiskey für die ganze Runde und fängt an zu erzählen:

    „Ich will euch was erzählen. Eine Geschichte die ihr nicht vergessen werdet… Eine Geschichte über weite Reisen, Gefahren und plötzliche Möglichkeiten die sich daraus ergeben können. Interessiert? Na dann hört her:
    Monate lang sorgte ich in und um Silver City für Recht und Ordnung.
    Nachdem Wiederaufbau Silver Citys zogen endlich wieder neue Wanderer und Bürger in das einst ruhmreiche Dorf, geprägt vom Silberabbau. Also konnte ich mich um die täglichen Aufgaben als Sheriff kümmern. Banditen festnehmen und hängen. In unmittelbarer Nähe von Silver City für Ordnung sorgen.

    Eines Tages aber, zog es mich weiter in die Ferne als üblich. Ich begann die Reise südlich von Silver City. Mit meinem treuen Ross Desparados zog ich durch Steppen, durch Wüsten, ja, sogar durch mehrere Jungel. Ich kann euch sagen, das tief und eng gewachsene Laub dort, hinterließ Spuren in meinem Gesicht. Auch mein Ross hatte es stellenweise schwer. Tiefe Flüsse oder sogar Sümpfe machten die Reise mit einem Ross schwer. Doch wir überstanden die Strapazen und nach mehreren Tagen und Nächten wollten Desparados und ich uns gerade eine geeignete Schlafstelle in einer hügeligen Landschaft suchen, da wurde auf uns geschossen. Vermutlich ein Warnschuss, denn die Kugel schlug vor uns in den Boden ein. Doch Desparados schrak auf, schmiss mich zu Boden und galoppierte davon. Voller Angst, dass es jetzt mit mir zu Ende sein könnte, zog ich meinen Colt und schoss in die Ungefähre Richtung aus der der Schuss kam. Sofort stürmten mehrere, bis an die Zähne bewaffneten Banditen aus Büschen und hinter Hügeln hervor. Ich folgte sofort meinem Instinkt und suchte mir eine geeignete Deckung. Ich sage euch, gar nicht so einfach, wenn mehrere Dutzend Feinde auf dich zulaufen. Doch ich fand einen großen Felsen, schmiss mich dahinter und zog meinen zweiten Colt. Ich lugte an der Deckung hervor und sah die Banditen immer näher kommen.
    Mit zwei Colts und etwas Munition in der Tasche war ich trotzdem noch deutlich unterlegen, aber ohne nach zu denken, schoss ich nun auf die Gegner zurück. Ich erwischte viele von ihnen, doch ich wurde immer wieder gezwungen in Deckung zu gehen, entweder weil ich Nachladen musste oder aber weil die Banditen ebenfalls schossen.
    Die Banditen hatten sich zwischenzeitlich auch leichte Deckungen gesucht, trotzdem saß ich weiterhin in der Falle. Ich schoss so viele um wie ich konnte, lud so schnell nach, wie noch nie, dennoch schienen die Banditen nicht aufzugeben. Gerade als ich wider aus der Deckung kommen wollte, trafen zwei gut platzierte Schüsse meine beiden Colts und rissen sie mir aus der Hand. Meine Hände schmerzten, doch was noch mehr schmerzte war, dass meine einzigen Waffen soeben zerstört vor mir lagen. Ich wusste nun war es aus mir mir…“

    Fortsetzung folgt..


    Sheriff TheBanshe
    Support
    und
    Moderation

    • Dieses Thema wurde geändert vor 3 Jahre, 7 Monate von  TheBanshe.
    #1419

    TheBanshe
    Moderator

    …doch gerade als ich meine Hände hoch nehmen wollte, um zu signalisieren das ich mich ergebe, viel es mir ein: Der Bogen auf meinem Rücken. Einst hatten mir die ehrenwerten Bürger Baleau’s Waffen und Rüstungen zur Verfügung gestellt. Und eben eines dieser Waffen war ein Bogen mit schier unendlicher Munition. Also zog ich den Bogen hervor, spannte den ersten Pfeil und schoss geradewegs auf zwei heranstürmende Banditen. Ich traf den Ersten, er fiel zu Boden doch der zweite Bandit hatte mich fast erreicht, als ich den zweiten gespannten Pfeil los ließ und er sich durch die Brust des Banditen bohrte.
    Ich versuchte mein Glück weiter mit dem Bogen und tatsächlich, viele meiner Schüsse trafen sie. Es war so, als ob der Bogen verzaubert gewesen wäre…
    Nachdem ich um die drei bis vier Dutzend Banditen getötet hatte, wurde es seltsam Still in der Ferne, in der eben noch Schüsse und laute Schreie zu hören waren. Vorsichtig lugte ich wieder um die Deckung und alles was ich sah waren Tote. Scheinbar hatte ich es geschafft und sie vertrieben. Ich konnte mein Glück kaum fassen und stoß einen Dank für das Volk von Baleau in den Himmel. Ihr Bogen hatte mir das Leben gerettet.

    Doch nun musste ich schnell hier weg. Dabei war schnell eher relativ, da mir mein Ross davon galoppiert war. Nichts desto trotz, raffte ich mich auf und lief los, als ich ein immer näher kommendes Galoppieren wahr nahm. Ich fürchtete einen erneuten Angriff von Banditen, diesmal beritten, doch je näher das Geräusch kam, desto deutlicher wurde, dass es sich nur um ein einzelnes Pferd handelte. Und dann stand es vor mir, mein Ross Desparados. Ich war überglücklich, hievte mich aufs Pferd und ritt los. Nicht etwa zurück nach Silver City, nein. Ich ritt in die Richtung aus der die Banditen kamen. Ich wollte ihr Lager ausfindig machen. Doch ich fand keins. Ich ritt also weitere zwei Tage und Nächte durch die Wildnis, durchquerte dabei auch Orte Skeyavils, indem ich mich kurz erholen konnte und neues Proviant bekam. Am Ende des dritten Tages, nach dem Angriff von Banditen, wollte ich mich wieder in Richtung Silver City aufmachen, was gar nicht so leicht war, denn ich hatte mittlerweile die Orientierung verloren, als ich auf eine Art Marterpfahl stieß, jedoch mit einem Drachenkopf obenauf. Nun konnte ich auch einen Weg aus Kies und Erde erkennen, dem ich nun folgte. Plötzlich tat sich etwas am Horizont auf. Ein sehr großer Hügel, mit einem Gebäude das aussah wie ein Tempel. Ich erkannte auch noch Teile eines Palisadenwalls.
    War ich etwa in der Nähe des Gallischen Dorfes, aus der Saga des sogenannten Vorbuddlers? Nein. Soweit konnte ich niemals geritten sein! Meine Neugier war groß, doch mein Instinkt sagte mir, ich solle da nicht alleine erscheinen. Wer weiß, ob dies ein freundlich oder feindlich gesinntes Volk war. Also beschloss ich zurück zu reiten und mir dabei den Weg besonders gut einzuprägen…

    Fortsetzung folgt…


    Sheriff TheBanshe
    Support
    und
    Moderation

    #1435

    TheBanshe
    Moderator

    Nach einer halben Woche, kam ich endlich wieder in Silver City an. Doch anstatt mich von den Strapazen der letzten Tage zu erholen, schnappte ich mir wieder zwei Colts, ausreichend Munition und Proviant, um anschließend mit der Eisenbahn Richtung Skeyavil zu fahren. Nach einem halben Tag, kam ich an. Voller Entschlossenheit Hilfe zu finden, ging ich nach Baleau und abermals wurde ich sehr freundlich begrüßt. Ich fragte ob die Lady da war. Zu meiner Enttäuschung war sie es nicht. Man sagte mir aber, sie wäre in einer riesigen Höhlenstadt beschäftigt.
    Eine alte Legende besagt, dass unter der Edjen-Düne eine riesige Höhle sei, die von Zwergen bewohnt wäre. Wär‘ ich nicht schon einmal dort gewesen, um mir die Gunst der Zwerge zu sichern, in Form von einem gekauften Grundstück, hätte ich der Legende niemals Glauben geschenkt. Doch ich sage euch, es ist wahr! Die Höhle existiert und sie ist wundervoll!
    Ich wusste also wohin meine nächste Reise mich führte. Ich stieg in die Eisenbahn Richtung der Station 74/2, von der man aus einen Anschluss nach Bzurukk, der Höhlenstadt, finden konnte.
    Es dauerte einen geschlagenen Tag bis ich Bzurukk erreichte. Doch es lohnte sich, denn die Höhlenstadt überwältigte mich ein weiteres Mal.
    Ich ging zum Thron der Lady Seifenblase und tatsächlich, dort saß sie. Wir begrüßten uns freundlich und ich erzählte ihr die Geschichte, die ich euch bis hier hin erzählt habe.
    Anschließend bat ich sie um Hilfe, das Unbekannte Dorf ausfindig zu machen. Sie stimmte sofort ein und trommelte eine Armee aus Zwergen zusammen, sowie wie einen ihrer besten Generäle, Luminarry. Ich erklärte ihnen noch, wie ich von diesem Dorf aus zurück ritt, doch ich hatte das Gefühl, sie wusste den ungefähren Standort.
    Wir beschlossen noch einen Tag zu warten, damit ich zu Kräften komme. Dann machten wir uns auf. Lady Seifenblase voran, dicht gefolgt von Lumi, der Zwergenarmee und meiner Wenigkeit.
    Nach mehreren Tagen, ich hatte jedes Zeitgefühl verloren, schienen wir uns unserem Ziel zu nähern.
    Doch wir sahen dichten, schwarzen Rauch am Horizont aufsteigen. Waren wir richtig? Oder haben wir uns verlaufen? Was passierte dahinten? Wir beeilten uns, um zu schauen was da vor sich ging und tatsächlich handelte es sich um das mysteriöse Dorf, dass ich zuvor entdeckt habe. Aber scheinbar ist es einem Angriff von Banditen zum Opfer gefallen. Dann sahen wir es, der Angriff war noch im vollen Gange. Wir zogen unsere Waffen, stürmten durch den Palisadenwall und sahen ein Bild des Schreckens. Jedes Haus stand in Flammen. Die Banditen töteten die Männer und entführten die Frauen und Kinder.
    Doch nun war ich hier, mit der Hilfe von Lady Seifenblase, General Lumi und der Armee aus Zwergen…

    Fortsetzung folgt!


    Sheriff TheBanshe
    Support
    und
    Moderation

    #1543

    TheBanshe
    Moderator

    Wir teilten uns auf, und befreiten die hilflosen Menschen aus den Klauen der Banditen. Die wenig übrig gebliebenen Soldaten des Dorfes, rafften sich noch einmal auf, um uns zur Seite zu stehen.
    Wir stürmten auf die Banditen zu, nutzten all unser Können und unsere Waffen, um die Hunde zu verjagen. Wir kamen in Rage und erwischten einen Banditen nach dem Anderen. Manche Gesichter kamen mit bekannt vor. Waren es tatsächlich die Gleichen, die mich zuvor überfallen wollten?

    Nach nur einer halben Stunde hatten wir die Banditen vertrieben. Deren Verluste mussten enorm hoch sein, doch auch das Dorf hatte ein riesen Verlust hinnehmen müssen. Die gesamte Verteidigungsanlage war zerstört, sowie alle Häuser. Wir versuchten zu retten, was nicht mehr zu retten war. Die Häuser brannten aus. Seifenblase trommelte ihre Armee zusammen und befahl ihnen, die Frauen und Kinder in Bzurukk unter zu bringen. In der Zwischenzeit kam ein Mann auf mich zu. Wahrscheinlich der Anführer dieses Dorfes. Er erklärte mir, dieses Dorf und die dort lebenden Menschen, seien die Nachfahren der, unter dem heutigen bekannten Begriff, Wikinger. Furchtlose, nordische Kämpfer, die heute aber den zahlenmäßig deutlich überlegenen Banditen unterlagen.
    Er bat mich um Hilfe, das Dorf wieder aufzubauen. Ohne zu wissen, was auf mich zu kam, willigte ich ein. Doch alleine konnte ich es nicht schaffen. Ich brauchte Hilfe. Abermals bat ich Lady Seifenblase um Hilfe. Diesmal zögerte sie etwas. Sie versprach miraber , dass sie sich es überlegen werde, sofern General Luminarry mit am Projekt beteiligt wird.

    Ich selbst fragte mich, wo ich das ganze Holz herholen sollte. In Silver City war es schon schwer, diese Unmengen an Holz zu beschaffen aber mir viel etwas ein. Berichten zur Folge, gab es außerhalb Skeyavils, immer wieder Landschaften mit riesigen Wäldern. Unter dem Skeyavil Volk waren diese Landschaften als ‚Minenwelt‘ bekannt. Eine Gute Bezeichnung, stellte ich fest. Also beschloss ich, die Minenwelt in wenigen Wochen zu betreten und zu erkunden. Doch vorher muss ich meine Erlebnisse der letzten Tage, ja sogar Wochen, mit dem Volk von Skeyavil teilen.

    Und so sitzen wir hier nun, in den Tavernen, Saloons und Bars dieser Welt und ich teile mit euch diese Geschichte um euch anzukündigen, dass der Aufbau des Wikingerdorfes „Brák“ abgeschlossen ist und wir bald schon ein neues Volk in unserer Welt begrüßen dürfen.

    Die Wikinger!


    Sheriff TheBanshe
    Support
    und
    Moderation

Ansicht von 4 Beiträgen - 1 bis 4 (von insgesamt 4)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.