Eine neue Heimat ?

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Dieses Thema enthält 4 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  DIDschl vor 4 Jahre, 2 Monate.

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  • #1127

    Saophai
    Teilnehmer

    Gurumils Füße schmerzten.

    Er war seit Tagen unterwegs, auf der Suche.

    Als einer von zahlreichen Scouts war es seine Aufgabe, ein neues Siedlungsgebiet für sein Volk zu finden, welches schon seit Jahren rastlos durch die Welt wanderte, nachdem ihre Heimat einer Naturkatastrophe… naja, nicht direkt einer NATUR-Katastrophe, eher… nun ja, sagen wir – einem Bedauernswerten Unfall – zum Opfer gefallen war.

    Er mußte viele Kriterien beachten, die für sein Volk lebensnotwendig waren.
    Fruchtbarer Boden, Flora und Fauna, nicht zu grün und nicht zu blau, möglichst viele Weinbergschnecken, weil die Frau vom Bürgermeister die so gern aß und natürlich: keine Kaninchen! Der Minister für technologische Verwicklungen war allergisch gegen Kaninchen!

    Völlig außer Atem kletterte er die letzten Meter des steilen Hangs hinauf.
    Oben angekommen sank er auf die Knie, um kurz zu verschnaufen, wieder zu Atem zu kommen.
    Als er dann aufblickte, sah er DAS TAL!!!

    „Das… könnte es sein !!!“

    Aufgeregt justierte Gurumil sein Goniometer und startete den PuffPuff2000 ™ auf seinem Rücken. Er stieß die Sonde in den Boden und las die Feuchtigkeit ab… sieht gut aus!
    Er legte eine Mohrrübe in eine Kammer einer merkwürdigen Metallkonstruktion an seinem linken Arm ein und schloß den stabilen Metallschieber über der Kammer.
    Inzwischen hatte sein PuffPuff genug Druck aufgebaut und er betätigte den Abzug.
    Es gab ein gedämpftes „pfump“, und die Mohrrübe verteilte sich – in tausend Stücke geshreddert – über das Tal. Wenn es hier Kaninchen gab, würden sie sich bald zeigen.

    Er zog an einem Band neben seinem rechten Ohr. Das kleine Windrad auf seinem Helm richtete sich auf und ein mechanisches Zählrad schob sich in sein Blickfeld.
    30 – nein 35 Meilen pro Stunde! Mit dieser Windgeschwindigkeit ließ sich arbeiten!

    Mit einem Summen schaltete die Optik vor seinem linken Auge auf eine höhere Vergrößerungsstufe. Er untersuchte die gegenüberliegende Hügelflanke genau:

    „Kratzkraut: check!“
    „Träumsüß-Beeren: check!“
    und da:
    „Weinbergschnecken!!! CHECK!“

    Gurumil hüpfte vor Freude.
    Das war es, hier konnte sein Volk leben!


    • Dieses Thema wurde geändert vor 4 Jahre, 3 Monate von  Saophai.
    #1136

    BossEndorphin
    Keymaster

    Und ich möchte hinzufügen, dass auch die Weinbergschneckenpost vorzüglich funktioniert!

    Denn die Neuigkeit, dass Gurumil für sein Volk eine neue Heimat bei uns in Skeyavil gefunden hat, ist inzwischen bis in den Kentronturm gelangt. Fleißige, fröhliche und friedliche Mitbürger sind immer gern gesehen, daher hat auch Skeyavil Transport gleich seine Ingenieure in die Wildnis geschickt, um Gurumils Tal möglichst bald an das Streckennetz anzubinden.

    Reisende berichten in letzter Zeit ja vermehrt von einem neuen Knotenpunkt bei Kapstadt, von dem aus man offenbar bis tief in die südliche Wildnis reisen kann…


    Hey und Ho und so, liebe Skeyaviler und Innen!

    #1240

    Saophai
    Teilnehmer

    Zufrieden blickte Helbart über das kleine Tal, seine liebste Emel im Arm.
    „Heute haben wir wieder viel geschafft, langsam wird dieses Tal wirklich zu einer Heimat“ sagte er zufrieden.
    Im Tal, welches damals, vor fast 9 Jahren (Anmerkung des Sprechers: ja, in Minecraft-Tagen gerechnet arbeiten wir tatsächlich schon fast 9 Jahre daran!) noch wild und unberührt war, war eine geschäftige kleine Stadt entstanden.
    Natürlich waren überall noch Baustellen und jeden Monat trafen weitere Familien seines einst in alle Winde zerstreuten Volkes ein, doch das gröbste war überstanden.
    Jetzt, zu beginn der kalten Jahreszeit stieg überall der Qualm aus den Kaminen auf, der auf eine gut geheizte Stube hinwies.
    Oben auf dem Turm hörte man noch das Hämmern und Sägen der Uhrmacher, die an dem großen Uhrwerk der Turmuhr arbeiteten und selbst die Eingeborenen der Umgebung waren zum Großteil befriedet und erfreuten sich der Annehmlichkeiten der ihnen vor wenigen Jahren noch so fremden Zivilisation.
    Scheinbar hatte sie das Reisefieber gepackt, sie waren die besten Kunden der Dampfenstädter Eisenbahngesellschaft geworden und schleppten Haufenweise Souveniers aus fremden Ländern mit nach Hause.
    Ganz im Gegensatz zu den Gnomen, die doch lieber unter sich blieben und nur selten verreisten, obwohl die Regierung in der fernen Stadt Skeyavil eine so schöne Eisenbahnlinie direkt vor der Nase der mißtrauischen Gnome verlegt hatte.

    „Ja, das stimmt, Helbart, inzwischen fühle ich mich hier wirklich zuhause… aber… ein wenig Angst habe ich auch, Du weißt schon, das wovon der technologische Verwicklungsminister geredet hat…“
    „Es heißt Minister für technologische Verwicklungen“ korrigierte Helbart.
    „Aber ich verstehe was Du meinst. Wenn wir wirklich die Stadttore für die Fremden aus dem Norden öffnen… wer weiß, was die alles anstellen. Womöglich führen die noch neue Sitten ein. Oder gar Kaninchen!“

    Es half nichts, es war beschlossene Sache! „wir brauchen neue Impulse!“ hat der Minister gesagt. Schon im nächsten Jahr sollte es soweit sein, das Dampfenstedt ganz offiziell Reisende, ja sogar Touristen und vielleicht sogar Einwanderer empfangen sollte.

    Helbart war ein wenig flau im Magen bei dem Gedanken, aber der Minister hatte bisher immer weise und gut gehandelt, also würde es schon weitergehen… irgendwie…


    #1244

    DIDschl
    Teilnehmer

    Ebert Grünfuß, seines Zeichens Minister für Begrünung und Verkrümmung der Transportwege, berichtet über rege Fortschritte seines Ministeriums. Es seien schon ein doppeltes halbes Dutzend an Grünblätter und braunem Eichenholz (die mit der besonders rauen Rinde) auf und um den Flanier- und Transportwegen verteilt worden. Auch wurden keine Mühen gescheut möglichst alle Rechten und Linken Winkel aus der Straßenführung zu entfernen. So seien allen Sicherheitsbedenken, man könne sich an diesen Ecken verletzten, behoben worden.
    Auch der Sonderbeauftragte des Knochenmehlbegrünungskomitees Gründis Staubis vermeldet Fortschritte bei der „Versaftigung“ des Grüns auf Dampfstädts Wiesen und Feldern. So seien schon mehrer Säcke gemahlener Knochen in die Erde eingearbeitet worden.
    Diese Arbeiten führten auch zu einer Vermehrung der so sehr geliebten (weil leckeren) Weinbergschnecken. Nun können die Dampfenstäder noch mehr ihrer Leibspeise „Leckerpampe“ (Weinbergschnecken in Karottenpüree, mit einem Schuss Apfelkernöl) genießen.
    Trotzdem weißt der Beauftrage der Gaumenfreuden Guntram Rundrum darauf hin, dass die Ausfuhr der Weinbergschnecken trotz ihrer rasanten Vermehrung weiterhin strikt untersagt ist.


    #1250

    DIDschl
    Teilnehmer
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